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Materievorstellungen in der antiken Wissenschaft

Stoa: Pneuma und Kraft

Zenon von Kiton (300 v.Chr.), stoa poikile, „bunte Halle“, Säulenhalle,
Stoiker , „die von der Säulenhalle“, „Hallenphilosophen“

Die Stoa steht in der Tradition von Heraklit (540-470 v.Chr.) und Anaximenes, sowie der Physik des Aristoteles und Protagoras.

Die Einheit der Welt ist gegeben durch eine in allen Dinge immanente Urkraft, dies ist das Urfeuer , Hauch oder Atem (psychè, pneuma)

Aetius über Anaximenes:

„Anaximenes, des Eurystratos‘ Sohn, aus Milet gab den Ursprung der Dinge als die Luft an; denn daraus entstehe alles und darein werde es auch wieder aufgelöst. »Wie unsere Seele«, sagt er, »die ja Luft ist, uns durchwegs in der Gewalt hat, so auch umfaßt den ganzen Kosmos der Hauch und die Luft«“. (umstritten!

Bei Spinoza (1632-1677) und Goethe (1749-1832) wird die Idee der immanenten, vernünftigen Kraft (logoi) als Pantheismus (Gott=Natur) entwickelt.

Das Pneuma ebenfalls als seine Art Vorläufer des „fünften Elementes“ bzw, Äthers des 16. Jh. bei Galen.

Zusammenfassung

Physikalische, selbststeuernde Welt/ Kosmos

Kosmos : nur ein Kosmos; Kugel; lebendiges, vernunftbegabtes Wesen; zyklische Entwicklung; Entstehung aus dem ursprünglichen Feuer; um den Kosmos unendlicher leerer Raum

Ewiges Entstehen und Vergehen (Ekpyrosis=Weltverbrennung), genau der selben Ordnung

Welt ist ein lebendiger Organismus

Pantheistisches Weltbild (Gott=Urfeuer)

Jede Art hat eine Urform, daraus ergibt sich die Abstufung der Seinsgrad

Pneuma durchdringt die Welt vollkommen Pneuma liegt in den unterschiedlichen Dingen in unterschiedlicher Spannung (Tonos) vor

Naturprinzipien finden sich im Pneuma

Wechselwirkungen/ Kräfte sind durch die vollkommene Durchdringung der Welt durch das Pneuma erklärbar

Handout

Mai 28, 2008 - Verfasst von inobshare | Philo, WiGe | , , | Noch keine Kommentare

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